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Klapper- und Nebengeräusche

Die Suche nach den Ursachen für Nebengeräusche oder einem Klappern bei Geige, Bratsche , Cello oder Bass gestaltet sicht nicht immer ganz einfach. Die Scheppergeräusche lassen sich oft schwer orten, deshalb ist ein systematisches Überprüfen der angeführten Möglichkeiten oft das beste Mittel, den Fehler zu finden.

Warum klappert die Geige, Bratsche, Cello & Bass

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Wie der Umfang dieser Seite zeigt, gibt es viele Gründe, weshalb eine Geige, Bratsche oder ein Cello, Bass scheppert, klappert oder Nebengeräusche hat. Zwar sind viele Reparaturen nur vom Geigenbauer durchzuführen, es ist jedoch sehr hilfreich und kostensparend, wenn Sie Ihrem Geigenbauer bereits die Ursache mitteilen können.

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Die Ursachen im Überblick

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Offene Stellen

Riss bei einer Geige unter dem Kinnhalter

Durch Abklopfen mit dem Knöchel des Zeigefingers kann man hören, ob sich Leimstellen zwischen Decke oder Boden und Zargenkranz gelöst haben. Es treten leichte "Sirrrgeräusche" beim Anklopfen auf. Wenn Sie eine offene Stelle entdeckt haben sollten, gehen Sie zum Geigenbauer, der mit speziellen Zuleimschrauben und Knochenleim die Stelle schließt. Gehen Sie auf keinen Fall selber mit irgendwelche handelsüblichen Leimen an das Instrument!

WeiteresThema
->Versteckter Riss anklicken

Der Einlagespan ist locker

Gerade bei alten Instrumenten können sich Leimstellen im Adergraben lösen, so dass der Einlagespan nicht mehr ganz fest im Adergraben liegt. Durch die Schwingungen kann es hier zu erheblichen Klappergeräuschen kommen, die kaum zu orten sind. Erkennen lassen sich solche Stellen meist, wenn oberhalb des Einlagespans der Lack abgeplatzt ist. Für eine Reparatur ist der Weg in eine Werkstatt für Geigenbau unumgänglich.

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Scheppergeräusche durch Saiten

Die Umspinnung der Saite ist defekt

Ist der Obersattel zu niedrig, bzw. die Saitenkerbe so tief, dass die Saite beim "leere Saite" spielen am Griffbrettende durch die Schwingung auf das Griffbrett schlägt, entstehen Schnarrgeräusche. Indem Sie ein doppelt gefaltetes kleines Stück Papier in die Sattelkerbe legen, erhöhen sie den Abstand provisorisch. Treten dann keine Geräusche mehr auf, haben Sie die Ursache gefunden. Der Geigenbauer beseitigt das Problem, indem er das Griffbrett abzieht oder mittels eines Ebenholzfurniers den Obersattel anhebt.

WeiteresThema -> Schadhafte Saiten anklicken

Die Sattelkerbe ist zu Rund

Die Sattelkerbe darf am Ende nicht abfallen. Befindet sich am Ende ein kleiner Spalt zwischen Saite und Saitenkerbe, entstehen durch die Schwingung (nur bei gespielter leerer Saite) Schnarrgeräusche. Der Geigenbauer kann diesen Fehler korrigieren.
Überprüfen lässt sich dieser Fehler, indem man mit dem Daumennagel die Saite am Sattelende fest aufdrückt und dann die Saite anzupft. Treten jetzt keine sirrenden Töne mehr auf, ist die Ursache gefunden.

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Griffbrett muss abgezogen werden

In gewissen Abständen muss ein Griffbrett abgezogen (gehobelt, gefeilt und geschliffen) werden. Wird dies nicht gemacht, entstehen im Holz Abnutzungen in Form von Rillen, gegen die die Saite beim Schwingen schlagen kann.
Ein Geigenbauer muss das Griffbrett abziehen.

Weiters Thema
-> Griffbrett in Längsrichtung verzogen anklicken

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Der Steg steht nicht richtig

Beim Saitenaufziehen hat sich der Steg verzogen

Gerade beim Aufziehen neuer Saiten und ansonsten nach häufigem Stimmen kann es vorkommen, dass der Steg sich in Richtung Griffbrettende neigt und mit den Füßen nicht mehr richtig auf der Decke steht. Der hierbei entstehende Spalt kann Ursache für Nebengeräusche beim Spielen sein. Fassen Sie den Steg so an, dass Sie ihn beim Zurückziehen an der Vorder- und Rückseite mit den Fingern absichern. Der Steg sollte an der Rückseite im Winkel von 90° Grad zur Decke stehen.

Kontrabasssaiten verursachen Nebengeräusche

Zu lang belassene Saitenenden im Wirbelkasten können als Verursacher unangenehmer Nebengräusche während des Spielens beim Bass auftreten - Rasseln durch hochfrequent unterbrochene Kontakte vom Saitenendstück zum Holz. Durch das korrekte Kürzen der Saiten, deren Enden keinerlei Berührungspunkte mehr zu den Innenwänden des Wirbelkasten erreichen, bieten Abhilfe. Gleiche Probleme können durchaus auch die Metall-Endkugeln in den Einhängeschlitzen des Saitenhalters auslösen - hier sollten stets ordentliche, effektive Ersatzfilzringe in der "Bastelkiste" vorrätig sein. (Pollux)

Steg zur Bassseite verschoben

Ein schon häufig beim Cello entdeckte Ursache fur Scheppergeräusche ist ein seitlich verschobener Steg. Wenn ein Cello in einer Hülle transportiert wird, kann sich schnell durch leichte Stöße der Steg verschieben. Geschieht dies Richtung Bassseite, verringert sich der Abstand zwischen A-Saite und Griffbrett (bedingt durch die Rundung des Griffbrettes). Lockern Sie etwas die Saiten, schieben Sie den Steg wieder mittig zurück und überprüfen Sie dann, ob der Steg im rechten Winkel zur Decke steht. Sollte sich der Steg zur Diskantseite verschieben, tritt das gleiche Problem bei der C-Saite auf.

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Geräusche durch Kinnhalter & Feinstimmer

Kinnhalterschrauben anziehen

Der Kinnhalter darf keinen Kontakt zum Saitenhalter haben. Da der Saitenhalter stärker als der Kinnhalter vibriert, entstehen hier oft bei Kontakt Schnarrgeräusche. Lösen Sie den Kinnhalter an den "Fässchen" (die Schrauben, die den Kinnhalter an die Zargen klammern) und verschieben den Kinnhalter seitlich, bis kein Kontakt mehr zum Saitenhalter besteht. Das Problem lässt sich auch beseitigen, indem sie dickeren Kork zwischen Decke und Kinnhalterauflage unterlegen.

Weiteres Thema -> Schraube locker anklicken

Feinstimmer berührt die Decke

Sie sollten regelmäßig die Schraube des Feinstimmers wieder herausdrehen. Der untere Teil kann gegebenenfalls die Decke berühren. Nebengeräusche entstehen bei leichtem Kontakt durch die Vibration. Im schlimmsten Fall wird die Decke beschädigt
Im Problemfall sollten Sie die Feinstimmerschraube kürzen.

Weiteres Thema -> Schrauben locker anklicken

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Die Stütze berührt den Boden

Eine sehr flach eingestellte Schulterstütze kann in Kontakt zum Korpus geraten. Bei leichter Berührung entstehen starke Klappergeräusch. Außerdem ist der Lack und schlimmstenfalls das Holz gefährdet. Dieses Problem tritt eher bei Bratschen auf, da aufgrund der Zargenhöhe Stützen meist niedriger eingestellt werden.

Knöpfe, Ketten, Broschen


Harte Gegenstände an der Kleidung wie Knöpfe, Ketten oder Broschen, die in Kontakt zum Instrument kommen, verursachen nicht nur Nebengeräusche, sondern können auch das Instrument bei empfindlichen Lacken beschädigen

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Cellostachel scheppert

An einigen Cello-Stachelrohren befindet sich an der Spitze eine aufgeschraubte Mutter, die ein Einrutschen in den Korpus verhindern soll. Diese Schraube kann sich lösen und Geräusche verursachen. Genauso kann es sich bei dem um die Stachelbirne angebrachten Ring und den dazugehörigen Schrauben verhalten. Diese müssen im Bedarfsfalle festgeschraubt werden.

Weiteres Thema -> Niete am Stachel locker anklicken

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Verzierung am Wirbel klappert


Einige Wirbel haben am Kopfende eine Verzierung in Form einer Kugel oder eines Schiffchens aus Messing, Gold, Holz oder Elfenbein. Diese sind eingeleimt. Sollten sich die Leimstellen lösen, können Sirrgeräusche auftreten. Die Kugeln müssen herausgezogen und können mit einem Tropfen Holzleim neu eingeleimt werden.

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Schmutz ist an der F-Klappe festgesetzt

 
Insbesondere an der Oberen F-Klappe konnen sich Brücken aus Lack, Kolofonium und Staub ansammeln. Sind diese fest und brechen dann durch, können enorme Schnarrgreräusche entstehen.

Um beim Entfernen den Lack nicht zu beschädigen, sollten Sie das Reinigen lieber dem Geigenbauer überlassen.



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Der Bogen berührt die Saiten

Kolofonium

Bei weichen Bogenstangen, Bögen die einseitig Haare verloren haben oder auch bei Bögen, die zur Spielseite verzogen sind, kann die Bogenstange über die Saite schaben und zusätzlich unschöne Geräusche verursachen.
Als Lösung: Spannen Sie den Bogen etwas mehr an, halten den Bogen mehr senkrecht beim Spielen oder lassen Sie wenn der Bogen krumm ist die Biegung der Stange korrigieren.

Weiteres Thema -> Kolofonium anklicken

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Wurmgänge

Schlecht reparierte oder offene Wurmgänge lassen sich oft schwer finden, da die Gänge nicht immer in vollem Umfang zu erkennen sind. Bei Klappergeräuschen, die hierdurch verursacht werden, muss oft das Instrument geöffnet werden.

Die Geigenbauer Tipps & Tricks in der Übersicht

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